“Menschenrecht gilt auch für Mädchen”

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Aus dem Koelner Stadtanzeiger:

Am Samstag begeht die Welt den “Internationalen Tag gegen die Mädchenbeschneidung”. Letzteres ist ein euphemistischer Begriff für Genitalverstümmelung. Es gibt keinerlei Vorzüge und keinerlei Rechtfertigung, an dieser Tradition festzuhalten. Das unterscheidet sie grundsätzlich von der Beschneidung von kleinen Jungs, die man befürworten oder ablehnen kann. Die Beschneidung von Mädchen stellt immer und überall Körperverletzung dar – und ist ein krasses konkretes Beispiel dafür, dass es eben keine regional abgestufte Gültigkeit der allgemeinen Menschenrechte geben darf. Gegen die Beschneidung von Mädchen zu kämpfen, ist keine rassistisch-imperiale Einmischung in die Traditionen anderer Menschen. Sie hinzunehmen ist unterlassene Hilfeleistung.

Die Nicht-Regierungsorganisation WADI, die seit langem unter anderem im irakischen Kurdengebiet arbeitet, hat zum Aktionstag eine Untersuchung über die Genital-Verstümmelung von Mädchen im irakischen Kurdistan veröffentlicht. Ihr zufolge sind mehr als 70 Prozent der Mädchen und Frauen in dieser Region beschnitten.

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